Zeckenprophylaxe

Sie lauern in Wiesen, Unterholz und Gebüsch. Sobald die Temperaturen wieder steigen, findet man sie wieder im Fell unserer Vierbeiner. Leider haben manche von ihnen „das gewisse Extra“, dass sie nicht nur zum blutsaugenden Parasiten, sondern auch zum Krankheitsüberträger macht.

Hunde sind leider sehr empfänglich für zeckenübertragene Krankheiten. Anaplasmose, Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose und Hepatozoonose sehen wir in der Praxis immer wieder. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist beim Hund selten, aber auch möglich. Bei Katze wurden Babesien, Borrellien und FSME zwar schon nachgewiesen, sind aber sehr rar. Bis auf letztere befallen die Erreger unterschiedliche Bestandteile des Blutes und können je nachdem mannigfaltige Symptome auslösen. Die völlige Eliminierung der Übeltäter ist oft langwierig. Gegen Babesien und Borrelien sind Impfstoffe auf dem Markt, die aber nicht ganz unumstritten sind. Das Mittel der Wahl ist eine ordentliche Prophylaxe. Man kann zwischen Spot-on-Präparaten, Sprays, Tabletten und Halsbändern wählen. Ein Mittel mit wirklich zufriedenstellender repellierender Wirkung gibt es derzeit nicht. Bei vielen muss er Zeck erst beißen und stirbt nach wenigen Stunden. Das macht trotzdem Sinn, da der Quälgeist für die Übertragung der meisten Krankheiten fast einen Tag oder sogar länger hängen muss. Am besten, man sucht den Hund nach einem Spaziergang kurz ab oder bürstet mit einem feinen Kamm durch das Fell. Findet man einen Festgebissenen, nimmt man ihn mit Zeckenzange, Pinzette oder Fingern und dreht vorsichtig in eine Richtung bis er draußen ist. So reißt der Kopf nicht ab und man vermeidet steckengebliebene Beißwerkzeuge, die sich entzünden können. Hausmittelchen wie Alkohol, Kleber oder Nagellackentferner sind absolut keine Hilfe.

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